The Lady (Film)

The Lady ist eine französische Filmbiografie aus dem Jahr 2011. Thema des Films ist das Leben der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Aungs San Suu Kyi wurde im Jahr 1945 in Rangun (Britisch-Birma, das heutige Myanmar) geboren. Sie ist eine birmanische Politikerin, die sich für die Demokratisierung ihres Heimatlandes Birma einsetzte. Sie gilt als Freiheitskämpferin und lebende Legende. Für ihr politisches Engagement gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeiten erhielt sie im Jahr 1991 den Friedensnobelpreis.

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Neben diesen Preis erhielt sie noch zahlreiche weitere Auszeichnungen, wie die goldene Ehrenmedaille des US Kongresses im Jahr 2008 oder den Internationalen Willi Brand Preis im Jahr 2014. Auf Grund ihrer politischen Aktivitäten wurde Aung Sam Suu Kyi insgesamt 15 Jahre lang unter Hausarrest gestellt. Sie wurde am 13.11.2010 von der Militärregierung Myanmars aus diesem Hausarrest entlassen. Der Hausarrest wurde während der Dreharbeiten des Films aufgehoben.

Der Film The Lady erzählt neben dem politischen Freiheitskampf vor allem die dramatische private Geschichte von Aung San Suu Kyi, es geht vor allem um ihre Familie und ihre tragische Ehe. Sie war mit ihrem Ehemann Michael Aris, einem aus Großbritannien stammenden Historiker und Tibetologen, von 1972 bis zu dessem Tod im Jahr 1999, verheiratet. Regie bei The Lady führte der französische Filmemacher Luc Bessons, der Originaltitel lautet „Dans la Lumière“. Der gesamte deutsche Titel des Films lautet „The Lady – Ein geteiltes Herz“.

Erstmals wurde der Film am 12. September 2011 auf dem Toronto International Film Festival gezeigt, Filmstart in Deutschland war am 5. April 2012. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben und dauert 132 Minuten. Im Jahr 2012 wurde der Film mit dem internationalen Filmpreis für Menschenrechte, dem „Cinema for Peace“ ausgezeichnet. Dieser Preis wird von Amnesty International und dem Human Rights Film Network verliehen.

The Lady – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Regie führte, wie bereits erwähnt, Luc Bessons, von dem, in Zusammenarbeit mit Rebecca Frayn auch das Drehbuch stammte. Luc Bessons produzierte vor The Lady bereits mehrere Filme über starke Frauen. Weiters führte er Regie für bekannte Filme wie „Das fünfte Element“. Der Film The Lady wurde zum Großteil in Thailand gedreht. Die Rolle der Hautperson, Aung San Suu Kyi, spielt die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh. Sie spielte 1997 eine chinesische Agentin in „James Bond – Der Morgen stirbt nie“ und schaffte damit ihren internationalen Durchbruch.

Die thailändische Schauspielerin Prapimporn Karnchanda spielt die Rolle der Mutter von Aung San Suu Kyi, die den Namen Khin Kyi trägt. Weitere wichtige Rollen im Film spielen David Thewlis als Michael Aris, dem Ehemann von Aung San Suu Kyi, sowie Jonathan Raggett und Jonathan Woodhouse, die die gemeinsamen Söhne Kim und Alexander verkörpern. Außerdem spielten unter anderen Susan Wolldridge, Benedict Wong sowie William Hope im Film mit.

Handlung & Story vom Film The Lady

Der Film konzentriert sich vor allem auf die Ereignisse im Leben der Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi der Jahre 1988 bis 2007. Bereits der Vater von Aung San Suu Kyi, Aung San, ist ein Anhänger der Demokratiebewegung in Birma. 1947 wird er Opfer eines Attentates, welches er nicht überlebt. 1960 zieht Aung San Suu Kyi nach London, studiert dort und lernt ihren späteren Mann Michael Aris kennen, mit dem sie zwei gemeinsame Söhne bekommt.

Im Jahr 1988 kehrt sie in ihre Heimat Birma zurück, da ihre Mutter, Khin Kyi, einen Schlaganfall hatte und im Sterben liegt. Aung San Suu Kyi hat ursprünglich geplant, nach ein bis zwei Wochen wieder nach London zurückzukehren. Auf Grund der menschenverachtenden Zuständen, die sie in ihrer Heimat vorfindet, beschließt sie jedoch, länger dort zu bleiben und sich politisch zu engagieren. Als Tochter des Volkshelden Aung San ist sie in der Bevölkerung von Beginn an sehr beliebt. Mit der Partei National League for Democracy gewinnt sie die ersten freien Parlamentswahlen des Landes seit Jahrzehnten.

Die Wahl wird jedoch vom regierenden Millitärregime als ungültig erklärt. Viele Parteiangehörige der National League for Democracy werden gefoltert und in Gefangenenlagern gesperrt. Suu Kyi wird in der Stadt Rangun, in ihrem Elternhaus, unter Hausarrest gestellt, dieser dauert insgesamt über 15 Jahre lang an. Sie ist so von ihrer Umwelt und ihrer Familie isoliert. Es sind nur selten Besuche von ihrem Mann und ihren Kindern erlaubt. Ihr Mann Michael Aris lebt währenddessen weiterhin in Großbritannien. Er setzt sich dafür ein, dass das Schicksal seiner Frau und ihr Kampf für Demokratie und Menschenrechte in der Welt bekannt wird.

1991 wird Aung San Suu Kyi der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen, dieser wird stellvertretend von Michael Aris sowie den beiden Söhnen entgegengenommen, da sie befürchtet, wenn sie aus Birma ausreist, würde sie nicht wieder einreisen dürfen. Sie selbst hört die Preisverleihung in ihrem Hausarrest über ein geschmuggeltes Transistorradio. 1995 kommt es zum letzten Treffen zwischen Aung San Suu Kyi und ihrem Mann Michael Aris. Im Jahr 1999 stirbt er an Prostatakrebs. Die Einreise nach Birma wird ihm trotz mehrerer Anfragen nicht mehr gestattet. Aung San Suu Kyi entscheidet sich, nicht mehr zu ihrem kranken Mann zu reisen, sondern in ihrem Land zu bleiben und für ihr Land zu kämpfen.

Fazit & Kritiken zum Film The Lady

Hauptthema des Films ist die tragische Liebesgeschichte zwischen Aung San Suu Kyi und ihrem Mann Michael Aris sowie die Trennung der Freiheitskämpferin von ihren beiden Söhnen. Die politische Geschichte von Birma wird eher am Rande thematisiert. Der Film zählt die außergewöhnliche Geschichte einer starken Frau, die für ihre Überzeugungen kämpft und dafür ihre Familie verlässt und ihr privates Glück opfert.

Der Film lebt vor allem von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller Michelle Yeoh und David Thewlis. Die Hauptdarstellerin beschreibt den Film als „incredible love story“ – „eine unglaubliche Liebesgeschichte vor dem Hintergrund politischen Aufruhrs“.

Weiterführende Links und Quellen

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