Drive (Film)

Schnelle Autos und gefährlich aufregende Situationen sind sein Leben. Der Driver, einer der besten Fahrer der gesamten Westküste der USA. Tagsüber erfolgreicher Stuntdriver in Hollywood und nachts der wohl gefragteste Fluchtwagenfahrer des Landes. Die außergewöhnlichen Fahrkünste des Drivers sind weit über die Grenzen der Stadt bekannt und die nächtlichen nicht legalen Aufträge eine lukrative zusätzliche Einnahmequelle.

Drive [dt./OV]
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Der Fahrer, die perfekte Kombination aus Können und eiskalten Handeln, immer den Fokus auf den Auftrag gerichtet. Es gibt nur ein Ziel, den Kunden sicher aus der Gefahrenzone bringen und den Ort des Verbrechens schnell zu verlassen. Die Prinzipien sind klar und die Regeln unumstößlich. Niemals zweimal mit den Gleichen Auftraggebern arbeiten und sich auf gar keinen Fall an den Raubzügen beteiligen.

Der Fahrer bleibt im Auto und gibt die Strecke vor, denn hier hat nur einer das Sagen. Kühl, souverän und immer den Fuß am Gas, so präsentiert sich der eher schweigsame Driver seinen Fahrgästen. PS-starke Autos, nächtliche Verfolgungsjagden, harte Kerle und markante Sprüche. Das Leben des Drivers wird erst durch die Liebe zu einer Frau plötzlich auf dem Kopf gestellt und der steile Erfolgsweg nimmt rasant Fahrt nach unten auf.

Drive – Besetzung / Darsteller, Regie und Drehorte

Drive ist ein US-Action Film aus dem Jahre 2011, der eindrucksvolle Verfolgungsszenen auf vier Rädern präsentiert. Mit Nicolas Winding Refn konnte ein Regisseur verpflichtet werden, der mit viel Herzblut und Feingefühl für visuell beeindruckende Aufnahmen überzeugt. Die Kombination aus kommerziellen Action-Meisterwerk und Independent- Kultfilm ist hier geglückt. Als Hauptdarsteller brillieren ein eher wortkarger Ryan Gosling als Fahrer, eine bezaubernde Carey Mulligan als alleinerziehende Irene und Bryan Cranston als Manager sowie Auftragsvermittler.

Drei starke Charaktere, die vom Produzententeam genau in dieser Konstellation gewünscht waren. Im Laufe des Filmes wird schnell klar, warum genau dieses Team den Film zu einem besonderen Ereignis macht. Die Nebenrollen sind ebenfalls eindrucksvoll besetzt und Schauspieler wie ein Ron Perlmann oder Oscar Issac verleihen dem Film zusätzlich eine besondere Note. Als Drehorte und beeindruckende Kulisse von Drive wurde Kalifornien auserwählt. Für die Verfolgungsszenen in der City war die Stadt der Engel der perfekte Ort. Los Angeles bietet eine bildgewaltige Kulisse und sorgt für viele visuelle Höhepunkte des Filmes.

Handlung & Story vom Film Drive

Epische Verfolgungsjagden bilden das Grundgerüst von Drive. Der Fahrer, Ryan Gosling, ist eine Ikone in der Branche und lebt nur für seine Jobs. Der Nervenkitzel steht an erster Stelle, lange Dialoge und Beziehungen sind nicht seine stärksten Disziplinen. Doch nach all den erfolgreichen Aufträgen wird die Professionalität des Drivers plötzlich auf die Probe gestellt. Die Nähe und Zuneigung einer Frau bringt den souveränen Fahrer in Schwierigkeiten. Als die alleinerziehende Irene in die Nachbarwohnung zieht, bröckelt das harte Gerüst des sonst so kühlen Drivers.

Wo sonst über Jahre hinweg weder Familie noch die Vergangenheit eine Rolle spielte, das sind nun Frau und Kind im Spiel. Und als dann noch der Exmann aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt die Story ihren verhängnisvollen Lauf. Um seiner Liebe zu helfen, lässt sich der Driver auf ein riskantes Spiel ein und gerät plötzlich selber in den Fokus der Mafia. Aus Liebe und Hingabe lässt sich der Driver auf einen Deal ein, der Irenes ehemaligen Ehemann wieder als schuldenfrei gegenüber der Mafia rehabilitieren soll. Aus einem Akt der Hilfe wird plötzlich ein Kampf ums Überleben und das junge Glück ist in großer Gefahr.

Ausgerechnet ein leichter Auftrag entwickelt sich zum Kampf auf Leben und Tod. Das sonst so strukturierte Leben des Helden wird durch die brutale Vorgehensweise der Mafia vollkommen auf den Kopf gestellt. Zuerst wird beim Auftrag rücklings der ehemalige Ehemann erschossen und als dann noch jemand aus dem nahen Umfeld des Drivers brutal ermordet wird, bleibt nur noch die Flucht nach vorne möglich. Die letzte blutige Schlacht des Drivers hat begonnen und der Rachefeldzug nimmt seinen blutigen Lauf.

Fazit & Kritiken zum Film Drive

Die Wahl der Schauspieler und des Regisseurs machen aus einer eher durchschnittlichen Story ein echtes Highlight. Die Umsetzung ist grandios gelungen, die Stunts und Verfolgungsszenen setzen auf Realismus anstatt übertriebene Computersimulationen. Der Hauptdarsteller Ryan Gosling ist wie geschaffen für diese Rolle. Wortkarg, zuerst emotionslos und dann die menschliche Seite, ohne in ein Klischee zu verfallen. Regisseur Nicolas Winding Refn schaffte den Spagat zwischen Indiefilm und Blockbusteranspruch.

Mit eindrucksvollen Bildern beschreibt der dänische Filmemacher eine Geschichte, die mehr als nur PS-Boliden und brachiale Sprüche aufzeigt. Kalifornien ist natürlich auch eine perfekt ausgewählte Location. Auch wenn schnell ein Vergleich zum Steve Mcqueen Meisterwerk Bullit gezogen wird, hier ist ein einmaliger Film entstanden. Irgendwo zwischen Kunst, Videoclip und einer visuell starken Geschichte ist was Besonderes entstanden. Der Film ist natürlich moderner, gewaltiger und passt sich nahtlos der heutigen härteren Gangart an.

Der Weg zum Kultfilm ist geebnet, die Voraussetzungen hat das Werk definitiv. Ein weiteres Highlight des Films sind die Nebendarsteller. Ron Perlman als Gangsterboss Nino, oder Bryan Cranston als Freund und Mentor des Drivers, sind herausragende Figuren, die den Film tragen. Drive ist kein Film, der sozialkritische Ansätze freilegt, der mit erhobenen Zeigefinger Missstände aufdeckt. Die Story bleibt immer überschaubar und die Szenen neigen zu einer gewissen modernen Gewalt. Es sind die überzeugenden Leistungen der Protagonisten und dieser Ansatz zum Realismus, die Drive zu einem besonderen Ereignis machen.

Wer markante Sprüche, coole Autos und deftige Szenen mag, der wird Drive lieben. Eine perfekte Mischung aus Indiefilm und Actionkino, ohne dabei jemals zu übertreiben und den Faden zum Leben zu verlieren. Die rasanten Actionszenen mit den PS-Boliden haben schon einen gewissen Kultcharakter, mehr Asphalt riechen und sehen ist sonst im Kinosaal kaum möglich.

Weiterführende Links und Quellen

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